Und Sie dachten, Sie kennen die Industrie?

Wie das Industrial Internet of Things unseren Mut herausfordert.
Februar 2021

Und Sie dachten, Sie kennen die Industrie?

Wie das Industrial Internet of Things unseren Mut herausfordert.

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Das Ende der Gewohnheiten – DIE Chance für unsere Industrie?

Die Industrie: seit jeher der Kosmos, in dem Ideen zu greifbarer Wirklichkeit werden und Träume sich zu startfertigen Produkten zusammensetzen. Doch nun pocht die nächste Welle der Industriellen Revolution an die Fabriktüren und Lagerhallen – und sie lässt sich nicht ignorieren. Ihre schlagkräftige Begleitung im Schlepptau: das Industrial Internet of Things.

Die Mission: unser bisheriges Verständnis industrieller Welten mit leistungsstarken Technologien auf den Kopf zu stellen. Doch können wir bisherige Gewohnheiten im beruflichen Alltag wirklich hinter uns lassen? Sind wir offen genug für die volle Entfaltung ungekannter Möglichkeiten in der Industrie 4.0? Sind wir überhaupt bereit für neue Produktionsperspektiven? Es bleibt keine Zeit für Gedanken wie diese – denn das Internet of Things ist gekommen, um zu bleiben!

Tore auf: das Web krempelt die Welt um.

Lange hat sich das Netz wie ein Mitarbeiter in den verzweigten Branchen der Industrie behandeln lassen. Damit ist nun Schluss. Seit den ersten Steuerungscomputern für maschinelle Vorgänge hat das Web seinen Platz und seine Einsatzbereiche in Fabriken, Produktionshallen, Förderungsanlagen und Transportbetrieben immer weiter ausgebaut. Kompromisslos entledigt es sich nun der starren Rahmen von Steuerungseinheiten und Bedienfeldern und übernimmt zuverlässig einen Großteil anfallender Prozesse – und ist dabei so kühn, selbst ablaufrelevante Entscheidungen auf die digitale Agenda zu setzen. 

Grund zur Sorge? Entscheiden Sie selbst: In der Industrie der Zukunft sind noch immer die

CEOs und Entscheider tonangebend, aber dem Internet of Things als Allesnetz der Dinge kommt dabei eine belangvolle Stellung zu. Es verbindet, vernetzt, eint und vereinfacht industrielle Abläufe. Vorgänge werden intuitiver und dabei trotzdem präziser. Produktionsschritte nähern sich durch invariante Kontrollmöglichkeiten der Perfektionierung, ganz ohne die unverzichtbare Flexibilität einzubüßen. Und die klaffende Lücke, durch die der kalte Wind einer Unvereinbarkeit von On- und Offline-Technologien wehte, wird mit dem Kittharz neuer Möglichkeiten endlich geschlossen.

Das Industrial Internet of Things (kurz: IIoT) optimalisiert nicht auf Kuschelkurs. Wer bei den wachsenden Ansprüchen an die Märkte der Zukunft mithalten möchte, öffnet besser nicht nur Tür, Tor und Fenster, sondern auch den eigenen Geist. Striktes Umdenken ist der Ausweis, um die Welt der Industrie 4.0 sicher betreten zu können. Denn mit dem IIoT entledigt sich das WWW seiner bislang bekannten Bahnen und tritt, als Möglichmacher in jedem Bereich entfesselt, allgegenwärtig auf: Ob via RFID, mit feinfühligen Sensoren,  digitalisierten Arbeitsmaschinen, als performante Beacons oder durchdachte Applikationen. 

Das Netz unterstützt uns dabei, industrielle Abläufe genauer zu überwachen, zu steuern und zu revidieren. Dank der stringenten Entwicklung, die das Web und seine Devices auch in unseren Privatleben vollzogen hat, wissen wir intuitiv, wie wir die neuen Industrie- Technologien effizient nutzen, bedienen und abschöpfen. In aller Konsequenz bildet sich damit also eine richtungsweisende und umfassende Basis persistenter Neuausrichtung.

Hand in Hand für mehr Effizienz.

Im Gegensatz zum klassischen IoT ist das Industrial Internet of Things sensibler, facettenreicher und leistungsstärker. Zwar werden Privatbereich und Industrie gleichermaßen vom IoT profitieren, sich in Details aber ganz individuell entwickeln. Während der Privatanwender mit dem Internet der Dinge seinen Alltag vereinfacht, setzt die Industrie 4.0 auf übergreifende Lösungen, die bisher komplexe Abläufe bündeln und überwachen. Grund zur Freude ist dabei für so manches Unternehmen eine neue Nutz- und Gewinncharge. Doch das IIoT fordert auch einen wachen Blick: welche durch die neuen Technologien freigelegten Ressourcen und Aufgabenbereiche sind wirklich viabel?

Während hier noch einige Entscheidungen mit Herz und Verstand getroffen werden müssen, stillt das IIoT den Bedarf einer umfassenden Möglichkeit, jeden Abschnitt eines aktiven Produktionsprozesses gezielt überwachen zu können. Die Vergangenheit brachte in Puncto Prozessüberwachung verschiedene Technologien und hohe Personalkosten mit sich. In Zukunft prüfen wir dank neuer Technologien dauerhaft jeden einzelnen Schritt in Echtzeit. So stellt das IIoT sicher, dass das Enderzeugnis eine uneingeschränkt hohe Qualität mitbringt – ganz ohne aufwändige, postproduktionelle Wertsicherung.

Die Sensorik der Maschinen und intelligenten Systeme in der Industrie 4.0 helfen den Produzenten oder Dienstleistungsanbietern zudem dabei, äußere Umstände im Blick zu behalten. Die Feinfühligkeit und Kommunikation der Geräte untereinander und mit uns (etwa passiv über Beacons oder ganz aktiv durch Chatbots und Künstliche Intelligenzen), sorgt in Rekordzeit für eine Umverteilung der Aufgaben.

So überwachen die Technologien des IoT auch Witterungsbedingungen, Raumtemperaturen und aktuelle Werte des Maschinenbetriebs oder bemessen die Arbeitsvoraussetzungen unter Extremsituationen, z.B. im Bereich von Cargo und Logistik. Und zwar so vorausschauend, dass Zeit- und Kostenverluste in effectu abnehmen. Eine Brauerei aus Amerika nutzt das IoT bereits, um Ihr Craft Beer via Satellitentechnologie auf dem Weg in den Verkauf oder Ausschank zu überwachen und quasi on the go zu kontrollieren: Leidet die Qualität des Bieres durch Luft- und Temperaturveränderungen, muss die Ware nicht erst vom Empfänger retourniert werden. Der Hersteller kann dank der intensiven Überwachung flexibler agieren und die Liefer- bzw. Transportwege fortlaufend – und minutenschnell – anpassen.

Informationsbeschaffung 4.0.

Schon früh hat der Mensch das Internetz zur Übermittlung von Informationengenutzt und dabei ganz neue Kommunikationswege geschaffen, die heute als klassisch gelten. Werden die E-Mail und ihr simples Prinzip sich auch im
kommenden Jahrzehnt ihren Platz behaupten können? Davon ist auszugehen. Erste
signifikante Veränderungen zielen auf den Bereich der Beschaffung von
Informationen ab. Wo in komplexeren Sparten und besonders in der Industrie oft
mühsame Vorgänge und viel Personal für die Ermittlung von Standorten, Werten
oder Profiten im Einsatz waren, strukturiert und sublimiert das IIoT diese Vorgänge
neu. Als Beispiel nehmen wir die rohstofffördernden Industrien unter die Lupe: In
den Kindertagen der Erdölgewinnung war man hier etwa auf visuelle Anzeichen an
der Erdoberfläche angewiesen, um Land auf ein etwaiges Vorkommen zu prüfen.
Später setzten sich reflexionsseismische Verfahren durch, bei der die Erdoberfläche
in Vibration gebracht und die dabei entstehende Schwingung ausgelesen wurde.
Die Technologien des Internet of Things in der Industrie 4.0 schaffen hier nun eine
ähnlich zeitsparende Präzision wie beim einfachen Versand einer E-Mail. Und auch,
wenn man sich vielerorts noch gegen das Sammeln von Daten zu wehren versucht:
Big Data ist bei der Suche nach neuen Ressourcen für die Ölförderung die
alternativlose Grundlage für den Einsatz raffinierter Technologien zur Visualisierung.
Wie in einem gigantischen MRT ergeben sich so aus visuellen Aufnahmen und
seismischen Daten kompakt und aufgeschlüsselt exakte Werte zur Kartierung
künftiger Abbaugebiete, die schnell und einfach zur Weiterverarbeitung versendet
werden.

Nichts entgeht uns: Volle Kontrolle im IIoT.

Das Internet of Things in der Industrie 4.0 fordert neue Sichtweisen. Schließlich
steht die Ziffer für die vierte industrielle Revolution, und eine solche kann nur bei
grundlegender und nachhaltiger Umsetzung ihre Vorteile ausspielen. Grundlegend
ist ein gutes Stichwort, denn das Web bildet mit dem IoT einen Nährboden für neue
Zielsetzungen. So nimmt uns das Internet of Things mit den vielfältigen Optionen
zur Überwachung und Kontrolle einzelner Arbeitsschritte ganze Tätigkeitsbereiche
ab, damit wir den Blick auf neue Tätigkeitsfelder ausrichten können. Innovation und
Kreativität werden somit in jedem Arbeitsbereich der Zukunft eine immer größere
Rolle spielen. Das IIoT dient uns dabei als entlastendes, rundum nutzbares Fundament, das Errungenschaften absichert und neue Ideen realisierbar macht.
Investitionen in die Zukunft sind dabei womöglich erstmals in vollem Ausmaß
möglich. Während z.B. in der Luftfahrt das IoT dabei hilft, Systeme und Teile eines
Flugzeugs eingehend zu überwachen, deren technische Schwächen und einen
etwaigen Reparaturbedarf rechtzeitig zu melden, nutzt man die dabei
ausgelesenen Daten, um im nächsten Schritt neue Lösungen für wiederkehrende
Probleme zu finden.

Gezielter Arbeiten, Bewährtes verbessern.

Im Zeitalter des IIoT wird das Rad nicht ständig ganz neu erfunden: unter der
Prämisse des Retrofittings erreichen auch ältere Anlagen oder Maschinen den
neusten Stand und fügen sich reibungslos in die neuen Abläufe ein. Wer bestimmte
Vorgänge, Werte oder Produktionsabläufe nicht gleich in allen Details umsetzten
möchte, findet hier ein kleines Schlupfloch. Dadurch ist für Industriebetriebe aller
Branchen und Größen der Schritt in die neue digitale Welt möglich und das Web
zeigt sich im IoT nicht als ewiger Verdrängungs- und Verwirrungsmechanismus.
Seine Stellung als wichtiges Element, um zeitgemäß effizient und kundenorientiert
auf dem Markt aufzutreten steht jedoch nicht zur Debatte.
Die Schnittstellen zum Verbraucher finden sich dabei ebenfalls in ungeahnten
Bereichen wieder. So gehen produzierende Betriebe in der Industrie 4.0 neue Wege,
um den Bedürfnissen ihrer Kunden zu entsprechen: Ein namhafter Chemiekonzern
arbeitet beispielsweise bereits in einem Pilotprojekt an individuellen
Pflegeprodukten wie Shampoos oder Duschgels. Hier kann der Kunde seinen ganz
persönlichen Wunsch nach Konsistenz, Farbe, Inhaltsstoff oder Pflegenutzen in ein
System eingeben. RFID-Tags steuern schließlich die maßgeschneiderte
Zusammenstellung und Abfüllung.

Stillstand ist keine Option.

Das Internet der Dinge ersetzt den Computer als zentrale Anlaufstelle zur Nutzung
webbasierter Anwendungen und haucht nahezu jedem vorstellbaren Gegenstand
Leben (ergo: Webfähigkeit) ein. In der Industrie 4.0 maximieren sich die
Möglichkeiten zu einem Kosmos höchster Produktivität und kreativer
Zukunftsperspektiven. Dabei verabschieden wir uns auch von der Vorstellung, dass
das Netz als Ungetüm auftritt, das Arbeitsplätze verschlingt, Traditionen verdrängt
oder Abläufe noch komplizierter macht. Wer sich dem Prozess hin zu einem
allumfassenden IoT öffnen kann, wird reich beschenkt werden. Doch wie bei jeder
Veränderung gilt hier: es beginnt mit dem ersten mutigen Schritt.

In der Vergangenheit hat der Mensch die Industrie nicht nur erfunden – er hat sie
geprägt, weiterentwickelt, gestärkt und verbessert. Immer mehr Lücken schließen
sich auch im Zeitalter digitaler Entwicklungen: was früher undenkbar galt, ist zum
Teil bereits umgesetzt oder über die Planungsphasen hinaus. Wir wissen also, dass
eine Industrie 4.0 den Weg fortführt, den einzig und allein wir selbst erst geschaffen
haben. Clever, wer diesen Fakt im Kopf behält und sich dem Web gegenüber nicht
als wehrlos stilisiert. So, wie aus dem Trampelpfad erster industrieller Umdenkprozesse feste Wege effizienter Leistungen wurden, bauen wir mit jedem
Schritt die Prozesse der Industrie weiter aus – proaktiv und iterativ. Das Netz der
Zukunft beschleunigt dabei auf Höchstgeschwindigkeit. Das Web wird als Abdruck
unserer selbst in sämtlichen Industriebereichen unsere Wünsche und Bedürfnisse
widerspiegeln. Passt uns etwas nicht, sind wir direkt gefragt: wir haben fortan die
Möglichkeit, mit Herstellern und Entwicklern direkt zu kommunizieren, Prozesse zu
optimieren und eigene Ideen einzubringen. Bringen wir es mit einem Ausspruch aus
dem Zeitalter der Frühindustrialisierung auf den Punkt: „Die Zukunft hat viele
Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen
das Unbekannte, für die Mutigen die Chance.“ – Victor Hugo schlägt damit die
Brücke in unsere Zeit, wo seine Worte unsere Entscheidung für eine Zukunft der
Industrie fordern: Haben wir den Mut, mit dem Industrial Internet of Things eine neue Chance für Innovationen, Überraschungen und, letztlich, ein besseres Leben zu nutzen?

Sprechen Sie IIoT?

Sind Sie bereit für eine Industrie der unbegrenzten Möglichkeiten? Wollen Sie, dass
der Fleiß, den Sie in Ihrem Unternehmen an den Tag legen, auch künftig mehr und
mehr Früchte trägt? Dann laden wir Sie in unsere Fabrik der Ideen ein und freuen
uns, Ihnen das Potenzial Ihrer eigenen Daten aufzuzeigen und Sie auf den Weg in ein Schlaraffenland der Digitalen Transformation zu bringen!

Über Timo Hess.

Unser Autor Timo Heß ist in seinem Leben schon so oft in Aufzügen stecken
geblieben, dass er sogar in Frankfurter Bürotürmen die Treppenhäuser nutzt – selbst
wenn der Kunde im 12. Stock sitzt. Dass mit dem Industrial Internet of Things auch
Technologien Einzug halten, die Defekte an diesen Anlagen „vorhersagen“ freut ihn
also aus ganz persönlichen Gründen. Grundsätzlich gilt bei ihm: er kann nicht
anders, als es anders zu machen. Der freie Autor, Texter und Hobby-
Literaturwissenschaftler sprengt mit Leichtigkeit und Freude am Neuen die
intellektuellen Grenzen jedweden Genres. Das Ergebnis sind Texte, die zum
Frühjahrsputz der Sichtweisen herausfordern – am besten im gedanklichen Winter!
Und bei allem wissenschaftlichem Eifer dürfen auch die schönen Seiten unseres
Alltags nie außer Acht gelassen werden. Für Timo Heß gilt: Mitten im Leben muss
ein Texter stehen! Von da aus geht es mit der Lupe in der Hand in die Welt der
neuesten Digitalisierungs-Trends.

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