Autobauer werden Dienstleister.

Wie die Digitalisierung die Mobilität verändert.
April 2017

Autobauer werden Dienstleister.

Wie die Digitalisierung die Mobilität verändert.

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AUTOBAUER WERDEN DIENSTLEISTER.

Die Automobilbranche ist im Umbruch: Vernetzung und Digitalisierung genießen höchste Priorität unter Autobauern. Es spielen sich teilweise fast schon absurde Kehrtwenden ab, die die Branche fit für die digitale Zukunft machen sollen. So kannibalisieren die Vorreiter ihr eigenes Geschäft, indem sie die Wende vom Autohersteller hin zum Dienstleister vollziehen. Und das ist vermutlich die einzige Chance, die sie haben.

DIE DIGITALISIERUNG DER MOBILITÄT.

Bereits seit einigen Jahren investieren Technologie-Größen wie Google in selbstfahrende Autos – und das mit einigem Erfolg. Die Konsequenzen sind durchaus bedrohlich für die Automobilhersteller, die sich lange Zeit auf bewährte Rezepte verlassen konnten: Werden BMW, Daimler und Co. in Zukunft zu reinen Material-Lieferanten degradiert, während IT-Riesen wie der aus Mountain View die Profite einstreichen? Wie wahrscheinlich ist das Szenario einer massiven Reduktion an Automobilen im Zuge von Car Sharing, Roboter-Autos und digital gesteuertem Verkehr?

ZUM SCHUTZ DER UMWELT UND IHRER BEWOHNER.

Auf den ersten Blick verspricht die Digitalisierung der Mobilität fast schon paradiesische Zustände: eine massive Verringerung des Innenstadtverkehrs, kaum noch Unfälle durch selbstfahrende Autos, keine Staus mehr, weniger Stress, und vor allem extrem verringerte Emissionswerte.

Der Traum, das bislang eng an Ressourcenverbrauch gekoppelte Wachstum von Wertschöpfung davon abzulösen, scheint zum ersten Mal in greifbarer Nähe, ebenso wie die Hoffnung auf maximale Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer:

DAS PERFEKT SELBSTREGULIERENDE SYSTEM?

Autos werden zu Knotenpunkten, die permanent Daten aus ihrer Umwelt aufnehmen und verarbeiten. Die daraus folgenden Erkenntnisse kommen nicht nur dem jeweiligen Besitzer zugute, vielmehr wird das Fahrzeug zu einem Teil der allgemeinen Infrastruktur. So kann es zum Beispiel veranlassen, dass der Verkehr verlangsamt wird, wenn ein Kind die Straße überqueren will.

In diesem Szenario sind die Verkehrsteilnehmer nicht mehr lediglich passive Konsumenten, sind es doch ihre Daten, die das System erst möglich und funktionsfähig machen. Am Horizont steht die schwarmintelligente Navigation auf der Basis einer Unmenge von Nutzerdaten, die im besten Fall zu einem perfekt selbstregulierenden System führt.

TOTALE TRANSPARENZ?

Es braucht allerdings wenig Phantasie, um hinter diesen vielversprechenden Visionen dystopische Zustände zu erahnen: Eine Art von Vollkasko-Gesellschaft, die einen hohen Preis für Bequemlichkeit und Unfallvermeidung zahlt – nämlich die totale Transparenz, bei der es kaum möglich sein wird, sich anonym im öffentlichen Raum zu bewegen.

Ein weiterer Einwand gegen allzu große Blauäugigkeit gegenüber der schönen, neuen Welt des schwarmintelligenten Transports kommt von Dr. Stephan Rammler, Professor am Institut für Transportdesign an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. So verweist er auf die Tatsache, dass optimierte Verkehrsflüsse im urbanen Raum zu neuen Spielräumen führen, die selbst vermutlich wieder neue Wachstumsprozesse anstoßen. Am Ende steht die ökologische »schwarze Null«, es ist also womöglich nichts gewonnen.

WER HAT DIE LUFTHOHEIT ÜBER UNSERE DATEN?

Letzten Endes wird sich die digitale Revolution auch im Automobilbereich nicht aufhalten lassen. Neben Hindernissen wie rechtlichen Fragen, Problemen durch die Koexistenz robotischer und menschlicher Wagenlenker und der teilweise mangelhaften Koordination konkurrierender Unternehmen wird die Frage nach der »Lufthoheit über unsere Daten« wohl einer der strittigsten Punkte der neuen Ära werden.

Verfasst von Jochen Weiland.

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Der Artikel als Illustration.

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